Das Problem an Leckerli und Klicker ist nicht, dass sie nicht hilfreich wären, sondern dass man sie falsch und vor allem zuviel nutzen kann.
Wenn man z.B. einem „Hund aus dem Tierschutz„, der bisher kein „Sitz, Platz etc.“ gelernt hat, dies beibringen möchte, dann sind Klicker und Leckerli gute Hilfsmittel.
Wenn ein Hund aber keine erfolgreiche erste Phase der Soziogenese erlebt hat, und/oder wenn er ein Angsthund ist, der auf alles und jeden aggressiv reagiert, dann führt der Versuch, diese Probleme mit Klicker und Leckerli zu beseitigen, in die Irre!
Die Grundregel für die Erziehung von Hunden lautet immer:
Beziehung vor Hilfsmittel
Die verwendeten Hilfsmittel sollten niemals dem Aufbau und der Pflege der Beziehung im Wege stehen, sondern diese ergänzen.
So viel Leckerli und Klicker wie nötig – und so wenig wie möglich!
Denn: Die Orientierung am Menschen erleichtert die Habituation, und nicht das Leckerli!